Hüftgelenk

Hier kommen als häufigste Erkrankungen die Luxation, die Femurkopfhalsnekrose und die Hüftgelenksdysplasie vor.

 

Luxationen (Ausrenkung) des Hüftgelenkes sind meist Folge eines Unfalls und werden entweder unblutig eingerenkt oder operativ versorgt. Je nach Fall kommen dabei Toggle-pin Methoden oder eine Fixation des Hüftkopfes in der Pfanne mittels eines Kunststoffimplantats (Tightrobe) zum Einsatz.

 

Die Oberschenkelkopfhalsnekrose der Toyrassen wird mit einer Entfernung des erkrankten Hüftkopfes versorgt. Das in der Folgezeit entstehende Pseudogelenk erlaubt es den Patienten nach einer durch Physiotherapie unterstützten Rekonvaleszenz wieder ein normales „Hundeleben“ zu führen.

 

Dysplastische Hüftgelenke versorgen wir zunächst mittels einer Denervation des Hüftgelenkes. Hierbei werden schmerzableitende Fasern aus den Gelenkskapseln durchtrennt. Der obere, gewichtstragende Bereich der Gelenkkapsel ist dann auf der Größe eines Daumennagels schmerzfrei. Das reicht bei einem großen Anteil der Patienten aus, um wieder eine Belastbarkeit der Gliedmaße herzustellen.

 

Wird die Erkrankung des Hüftgelenkes bereits im Alter von bis zu drei Monaten festgestellt, so kann durch Inaktivierung des Wachstums in der  Beckensymphyse ein Abkippen der Hüftgelenkspfanne bewirkt werden, was zu einer fast normalen Ausprägung des Hüftgelenkes führen kann.